Home
Lage der Kate
Geschichte Sillens
Unser Paradies ...
Haus und Garten
Butjadingen erleben
Butjadingen & umzu
Preise und Kalender
Mietbedingungen
Anmeldung
Impressum und Links


Unser Paradies heißt Sillens.

 

„Was machen wir denn zuerst?“ fragten wir während der Autofahrt kurz vor dem Emstunnel, um die Ungeduld unserer Kinder auf den letzten Kilometern zu zügeln. Luisa, damals zehn Jahre, hatte schon bestimmte Vorstellungen: „Erst kaufen wir Krabben im Hafen von Fedderwardersiel, dann holen wir den leckeren Ostfriesentee im Teekontor und frische Eier bei Elke und Leenert.“ Ihr Zwillingsbruder Loris wollte lieber gleich ins Lokal, nicht in irgendeins, sondern in den „Rauchfang“. Wir auch. Wir stellten also ein kompliziertes, aber für uns durchführbares Programm zusammen, das zudem auch unseren Cocker Spaniel Rico zufriedenstellte: Ein Gang über die Salzwiesen ins Watt gehörte dazu wie auch eine Runde durch „unser“ Dorf Sillens. Nichts hatte sich geändert, stellten wir zufrieden fest: Die Schafe und Lämmer waren da und sprangen vergnügt auf den Deichen und den Weiden, die Möwen suchten nach Würmern und anderem Getier im Watt, über die Wiesen hoppelten die „Osterhasen“ und ein Rebhuhn zwang uns zum Anhalten auf einem der schmalen Wirtschaftswege. Im kleinen Fedderwardersieler Hafen wurden die Krabbenkutter gereinigt. Und Tini, die schwarz-weiße Katze aus dem Teekontor, jagte als wir ankamen mit einem gewagten Sprung eine Maus im Gebüsch ...


Als wir dann im „Rauchfang“ saßen und Johann, der Wirt, unser Fleisch auf den Schwenkgrill legte, da fiel die Großstadt endgültig von uns ab. Wir schlemmten durch das volle Programm: Erst die unwiderstehlichen zahlreichen Vorspeisen vom Büfett und dann, selbstverständlich, zum Abschluss noch ein großes Eis.


Zufrieden lehnten wir uns zurück und priesen wieder einmal das Schicksal, das uns erst vor kurzem an die Nordsee geführt hatte. Nicht auf die Inseln, sondern aufs Land hinter den Deichen – auf die wunderschöne Halbinsel Butjadingen zwischen Jadebusen, Nordsee und Weser am Weltnaturerbe Wattenmeer. Verständnislos schauen uns unsere Freunde an, wenn wir von diesem nordwestlichen Zipfel der Republik schwärmen, von der Ruhe und von der Herzlichkeit der Butjenter. Und: „ihr eßt doch so gerne gut?“ werden wir dann gefragt. Da erzählen wir dann vom „Nordseeblick“, dem Fischrestaurant in Fedderwardersiel mit Meerblick, und von den zarten Aalrauch-Matjes auf Schwarzbrot und den besten Limandesfilets an Hummersauce. Wir berichten auch vom Restaurant im Hotel „Schild“ in Ruhwarden und vom „Landhaus Tettens“, die beide eine frische Küche bieten und mit besten Fischprodukten der Region und Saison arbeiten, deren Zubereitung die Ansprüche gehobener Gastronomie erfüllen. Nicht zuletzt aber reden wir begeistert vom Cafe „Landlust“ an den Küstenbäderstraße, wo der Name Programm ist und alle Speisen hausgemacht sind, vom selbstgebackten Schwarzbrot mit Käse, Wurst oder Schinken von Biohöfen, von Pfannkuchen mit Krabben und Rührei und täglich wechselnden Torten.


Wenn wir auf der Rückfahrt das beliebte Spiel spielen „Wo war es denn – küchenmäßig - am schönsten?“ können wir uns selten einigen. Für die Kinder war es wieder einmal im Teekontor in Langwarden. Das hat bei Luisa und Loris wohl weniger mit der Qualität des Kuchens zu tun als mit der Tatsache, dass wir dort immer Tini und Paula antreffen, die beiden Katzen des Hauses. Wir freuten uns natürlich mehr über die hausgemachte köstliche Friesentorte mit einlegten Rosinen und Rumzugabe und die erstklassige Deichtorte mit Birne und Cappuccinomousse. Am schönsten aber fanden wir es wieder im Restaurant des Hotels „Schild“ in Ruhwarden. Die Küche ist leicht, fein und originell, ohne dass der Gast sich von einem Kreativkoch verschaukelt fühlt. Dort werden Menüs mit großem Können gezaubert, an Schlemmerabenden mit sieben Gängen, oder eine Pfanne mit Gambas serviert, von der wir heute noch träumen. Vor allem aber fühlten wir uns verwöhnt durch den herzlichen Service: Luisa und Loris durften sich wieder einmal „etwas wünschen“ - obwohl das Restaurant gut besetzt war. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!


 

 

 

 

Aber auch zu Hause in unserem Ferienhaus „is Freetied“ ist es immer wieder schön. Im alten Bauernhaus mit friesischem Ambiente, mit einem gut ziehenden Kamin und viel Platz. Da fühlen wir uns wohl, egal ob es auch einmal regnet oder stürmt. Hier lebt man im Dorf, die Kinder sind viel unterwegs und erleben Dinge, die es in einer Stadt nicht gibt. Hier ist man Gast, nicht nur Tourist. Luisa und Loris werden von Nachbarn in den Stall eingeladen, wenn die Lämmer das Licht der Welt erblicken, und sind immer dabei, wenn das Osterfeuer am Karsamstag angezündet wird. Sie sahen in der Moorseer Mühle, wie Mehl aus Getreidekörner gemahlen wird und dass daraus dann das herrliche Brot gebacken wird, das wir abends zusammen mit den selbst gepulten Krabben verzehren. Sie probierten in Seefeld sachkundig auch die vielen Käsesorten, die dort von den netten Leuten in der kleinen Käserei hergestellt werden. Sie entschieden ernsthaft mit bei der Fischauswahl in der Genossenschaft von Fedderwardersiel. Schließlich wussten sie, dass die Fischer im Hafen trotz schlechten Wetters mit ihren Kuttern hinausgefahren waren, und dass das, was nun verkauft wurde, die Ausbeute ihrer Arbeit war.


Neidlos hörten unsere Kinder vor den Osterferien, dass ihre Freunde in Griechenland sein würden und eine Freundin auf Mallorca. Sie durften ja wieder nach Butjadingen und würden dort Deichwanderungen mit dem Rucksack machen, bei Ebbe Wattwürmer ausgraben und gestrandeten Tieren ins Wasser zurück helfen. Sie würden feierlich aus den Kannen mit dem friesisch blauen Muster Tee über die Kluntjes gießen, die dann so schön knistern, und mit dem Silberlöffel vorsichtig ein Wölkchen aus Sahne obendrauf setzen. Sie würden im Frühlingssonnenschein an einem Kanal sitzen und den Fischen und Vögeln zuschauen. Auch für uns ist das Erholung pur! Denn niemals, ob im Dorf, im Restaurant oder im Museum hat jemals irgend jemand die Kinder angeschaut, als ob sie stören würden. Wir alle haben wieder einmal „die Seele baumeln lassen“ auf der wunderschönen Halbinsel, die vom Wasser umarmt und von der Sonne verwöhnt wird: in Butjadingen. „Wo das genau ist?“ In „unserem“ 2000 Jahre alten Wurtendorf. Wie fragte Loris doch kürzlich: „Wie viele Monate noch bis Sillens?“

 

LEIDER HAT DAS RESTAURANT "ZUM RAUCHFANG", DAS ZUVOR "ZUM DORFKRUG" HIESS, SEINEN BETRIEB EINGESTELLT!

 

 

 

 

to Top of Page